Rezept gegen den Weltschmerz …...

13.Nov.2016 von

Wie kann man sich beruhigen, in einer Welt wie unserer, derzeit, mit all den Trumps, Erdogans, Orbans, Hofers und wie sie alle heißen …wie kann man versuchen, nicht in ein tiefes, depressives Loch zu fallen, wenn man die Nachrichten ansieht, mit unzähligen Horrormeldungen von unserem Planeten …. ? Im kleinen, hirschstettner Mikrokosmos hab ich die einzig wahre Antwort darauf gefunden: man umgebe sich mit jungen, flauschigen, schnurrenden Babykatzen! Sie beruhigen ungemein und lenken ab von all den traurigen Tatsachen! Der Verlust unseres allerliebsten Kater Franky war schlimm. Altkatze Lola war genauso verwirrt und traurig, wie wir. Lange überlegten wir, ob wir uns die beiden Bauernhof Katzenkinder, die Daniel über´n Sommer liebevoll aufgepeppelt hat, seitdem ihre Mutter sie verlassen hat, nehmen sollen. Wie wird Lola das verkraften? Kann man das einer alten Dame überhaupt antun?...

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„Wir müssen jetzt stark sein, kleine Lola …“...

9.Okt.2016 von

Aus allen Himmelsrichtungen eilten sie herbei in dieser verregneten, kalten Welttierschutztagsnacht. Treffpunkt: Vetmed, Notambulanz. Tränenüberströmt sind sich alle einig: das liebste Tier, das wir jemals hatten, soll keine Sekunde leiden müssen. Das Herz gibt auf. Es will nicht mehr arbeiten. Auch unsere Herzen brechen in dieser Nacht ein wenig…. Am Vorabend bei Soap&Skin im Konzerthaus, dachte ich die ganze Zeit nur an Franky, der, als ich wegging, wieder begann, sehr schwer zu atmen. Die Musik war wie eine theatralische Vorankündigung, auf das, was uns am nächsten Tag widerfahren sollte. Ich empfand das Konzert wie ein Begräbnis, eine Seelenmesse, ein heiliges Ritual, aufwühlend, traurig und doch wunderschön. Am nächsten Tag in der Früh fuhr ich ins Tierspital um ein paar Stunden später angerufen zu werden: „Sie können Franky abholen! Wir haben ihm über 300ml aus...

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Alter Sommer

21.Aug.2016 von

Langsam verliert der Sommer an Kraft. Nach Sonnenuntergang braucht man eine Decke, um draußen noch zu lesen, selbst, wenn der alte Kater sich umständlich auf mir ein Plätzchen sucht. Mit sanfter Wehmut schau ich in den Garten. Am ersten Blick könnte man meinen, der Sommer ist erst im Anmarsch. Oleander in allen Farben, voll mit Blüten, der Feigenbaum trägt Früchte, als ob er die ganze Familie davon ernähren müsste, die Gräser wuchsen wieder höher, als je zuvor und rascheln leise im Wind und die Sonnenblumen beginnen erst jetzt zu blühen in schwindelnder Höhe. Nur wenn man den Blick ein wenig weiter schickt, sieht man das kleine Sonnenhutfeld und denkt: der Sommer ist alt geworden. Es kostet wie jedes Jahr viel Überzeugungskraft, die alte Mutter davon abzuhalten, die verblühten, braunen, strohigen Sonnenhüte abzuschneiden: „Bitte Mutter,...

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Meine Muse

3.Jul.2016 von

Ich gebe zu, es gibt derzeit eine gewisse Schreibhemmung. Der Grund? Keine Ahnung. Das Leben läuft einfach zu schnell grad. Ich lese Unmengen an Literatur, das ist sowieso gefährlich. Die Gedanken: „So wie xyz werd ich sowieso NIE schreiben können …“ brennen sich dann leichter ins Hirn und wenn sich auch grad noch die Muse kurzfristig auf Urlaub befindet, kommt es zu einer radikalen Schreibverweigerung, bei mir zumindest. Weil aber heute wiedermal ein Sonntag ist, an dem ich absolut nichts vorhabe, überleg ich seit dem Erwachen, welche Geschichte ich schon länger in meiner imaginären Lade verstecke? Da gibt es einige. Die Geschichte über die Mutter dauert mir heute zu lang …. oder die, über meine musikalische Sozialisierung, viiiieeeel zu lang …. ein Stimmungsbericht aus Hirschstetten, als während des Elferschiessens gestern plötzlich totaler Bildausfall war,...

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„Jössas!“

22.Mai.2016 von

JA, ich gebe es zu: ich hab wiedermal zu lange getrödelt … anstatt um 8.15 Uhr, wie ich es mir vorgenommen habe, fix fertig aus dem Haus zu gehen, stand ich noch verschlafen unter der Dusche. Harte Vollmondnacht. Nicht wegen einem lustigen Besäufnis, sondern wegen einer Schlafstörung bis zum Morgengrauen, wo neuerdings ein Kuckuck vorm Fenster schreit! „Jössas!“ schrei ich im leeren Haus herum …. nicht mal die Startnummer hab ich ausgefüllt … den Laufchip nicht eingefädelt …. Bauchtascherl suchen ….. noch rasch ein Selfie im Garten für Frau Bröckner machen …. Jacke: ja, oder nein? …. ich renne mit der Startnummer in der Hand Richtung 26er Bim, die mir prompt davonfährt. Egal, kommt sicher gleich die nächste …. „Jössas!!“ In 18 Minuten???? …. Auto holen? Zur Ubahn fahren? Parkplatz suchen? „Jössas!“ So viele...

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Eine sehr lange Woche …

1.Mai.2016 von

Beschwingt und fröhlich singend verlassen wir die Stadthalle mit Wanda Songs in Blut und Hirn. „Tu mir Weh ….“ damals wusste ich noch nicht, dass der Text bald irgendwie auch mit mir zu tun haben könnte. Nur die Luzia war´s halt nicht Wie immer am Heimweg von der großen Stadt ruf ich den Mann an, um ihm zu berichten, was alles los war. Sozusagen die Kurzfassung. „Oh, das freut mich, dass es euch gut gefallen hat! Du, ein bisschen mach ich mir Sorgen, weil der Franky noch nicht heimgekommen ist …?“ „Was? Oh mein Gott, wo kann er nur sein …?“ Der schon oft beschriebene Kater Frank, unser geliebter, alter, erfahrener Mitbewohner war noch nie länger, als eine Nacht mal weg. Warum auch? Er wird verwöhnt von Früh bis spät mit allem, was sein...

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Armer, alter Kater

20.Mrz.2016 von

Der alte Kater macht einiges mit. Nicht nur, dass er Bluthochdruck und Schilddrüsenprobleme hat, eine Nacht im Tierspital verbringen musste und völlig verstört, weil er zum ersten Mal in seinem Leben in einem Käfig übernachten musste, tagelang nichts gefressen hat, ist zu seinem Leidwesen im Nachbarhaus ein riesiger, junger, schwarz-weißer Rivale eingezogen. Carlo. Ein frecher Kerl, der aus einem Haus in der näheren Umgebung auszog, weil dort zu viele Katzen leben und sich unseren Herrn Nachbarn als neuen Besitzer aussuchte. Der bereits pensionierte Herr Nachbar lebt zurückgezogen, ohne Familie, zutiefst misanthropisch, Haus an Haus mit uns. „I wü kane Haustiere“ schreit er an dem Tag, als Carlo vor seiner Türe steht. Carlo versteht noch nicht so genau, was er meint und bleibt. „Des stresst mi, des Viech“ brüllt er tags darauf über den Zaun...

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Achtung Diebe!

21.Feb.2016 von

Goldener Bär für Flüchtlingsdoku, lese ich verschlafen und meine Gedanken schweifen etwas ab, als ich darüber nachdenke, was der Gewinner, Gianfranco Rosi bei seiner Siegesrede sagte:      „Wir tragen alle die Verantwortung dafür. Ich denke, was derzeit passiert, ist nach dem Holocaust eine der größten Tragödien der Menschheit.“ Was werde ich in vielen Jahren meinen Enkelkindern erzählen, wenn sie fragen: „Und? Wie hast du dich damals verhalten, als zigtausende Vertriebene nach Österreich strömten?“Ich werde wahrheitsgemäß antworten: „Zu Beginn der Krise fuhr ich beherzt und energisch am Bahnhof helfen, brachte Säckeweise Spenden, kaufte so viele Herrenrasierer wie noch nie in meinem bisherigen Leben … regte mich innerlich schrecklich auf, über alle in meinem Umfeld, die nicht halfen ….. mit Fortdauer der Krise allerdings, wurden die Ausreden immer häufiger, warum ich nicht helfe, stundenlang Spenden zu sortieren,...

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„sister´s chat“ oder die Notwendigkeit, warum man Partezettel aufbewahren sollte …....

31.Jan.2016 von

Der Jänner steht traditionellerweise für Entrümpelung, Ordnung und Sortierung. Optimalerweise wartet man, bis der Mond in der Jungfrau steht. Das ist wahrlich kein Blödsinn. Es entrümpelt sich immer wesentlich besser mit Jungfrau Mond. So geschehen also auch diesen Jänner. Alte Ordner zerfetzen, Schriften, Zettel, Notizen … alles muss raus! Alles, nur bitte keine Nostalgie! Seit jeher sammle ich Partezettel. Tut das nicht jeder? Also blättere ich versonnen in den vergilbten Partezettel und schreibe daraufhin eine Nachricht im sister´s chat…. Unser Schwestern chatroom befindet sich sowohl in whatsapp, als auch im facebook. Vier Schwestern, eine davon in down under, unterhalten sich über wichtige, unwichtige, lustige, traurige Begebenheiten und nehmen sozusagen in moderner Art und Weise, am Leben der anderen teil. Natürlich könnte man telefonieren, zumindest mit den Wien-Schwestern, aber es ist nicht so lustig und...

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Nachträgliches

21.Jan.2016 von

Ein Review wollt ich eigentlich schreiben zum 2015er Jahr. Nicht für euch, sondern für mich. Dass ich in 10 Jahren nachlesen kann, wenn man mit irgendjemand drüber streitet, wann das war, als wir in Stockholm den Frauenlauf gelaufen sind, oder wie lange es her ist, dass ich irrtümlich mit den Schuhen meiner Schwester wegging nach der Party, ohne, dass es mir auffiel, oder wann der Mann und ich heulten und schluchzten, als Kater Franky einen Epianfall in der Küche hatte und eine Nacht im Krankenhauskäfig verbringen musste, oder wieviele Nino Konzerte wir genossen haben und wo der Großsohn überall hinreiste in der Welt ……. Dass ein neues wundervolles Baby zu uns in die Familie kam, werd ich mir wohl auch ohne Review merken und auch, dass der Franky wieder keppelt mit uns und schnurrend...

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