Von Mäusen und Menschen

15.Apr.2018 von

So rasant, wie sich die Kirschblüten nach einem langen Winter freudig öffnen, so rasant ging´s bei uns zu in den ersten Monaten des neuen Jahres! Die ewige Geschichte: es geht einfach alles viel zu schnell vorbei: die Stunden, die Tage, die Wochen. Mindestens schon dreimal eine Sonntagsgeschichte begonnen und mitten im Schreiben wieder davon geeilt, mit dem Vorsatz: nächsten Sonntag schreib ich sicher weiter. So ist diese Katzengeschichte also ein wenig überholt, aber wenn ich sie lese muss ich immer noch lachen und fürchte, diese Geschichte wird sich heuer noch oftmals wiederholen: Nachdem es heuer bereits das sechste Mal ist, bin ich schon Profi im Erkennen, was mitten in der Nacht im Schlafzimmer vor sich geht. Ich höre es sofort an der Art der Geräusche. Es ist nicht laut, doch ungewöhnlich. Heute war es...

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Die heiligen vier Steirermädel...

7.Jan.2018 von

Man schläft so wunderbar, oben im Stock, die knarrende Hendlstiege im eiskalten Vorraum rauf. Das Zimmer leicht überschlagen mithilfe des Elektroofens, die warme Flanelldecke wärmt rasch, nur die Nasenspitze bleibt ein wenig kalt. Die Überwindung, um 5.30 Uhr in die Eiseskälte raus, aufs feudale Plumpsklo zu laufen, schafft man nur, mit der Aussicht, nochmal nach zu schlafen im vorgewärmten Flanellbett. Die Hähne krähen hier Gott sei Dank etwas später, um 9.00 scheint herrlich die Sonne ins Zimmer. Alles ruhig im Haus. Die Kinderschar schläft tief und fest. Nicht mal durch das Klappern mit den Ofentüren werden sie wach. Asche raus, Zeitungskugeln, Späne, Holzscheite, ich haste von der Stube in die Küche und retour, so lange, bis beide Feuer selbstbewusst lodern. Eine kurze, mutige Anti Aging Gesichtswäsche im klirrendkalten Wassertrog vorm Haus belebt die Sinne und lässt...

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„Alles geht vorbei …“...

10.Dez.2017 von

Eine Geschichte mit dem Titel: „Alles geht vorbei!“ hab ich schon vor sechs Wochen begonnen. Zu der Zeit als sich im Keller palettenweise das Material stapelte, als wir stundenlang an der Maschine standen, als wir Kopfschmerzen vom Fabrikslärm hatten, als wir zwischendurch nach oben hasteten, um rasch Wurstsemmeln zu machen, als Specki uns verwundert ansah, weil wir ihn stressbedingt irrtümlich „Franky“ riefen, oder „Dingsbums“, als der Staubsauger tagelang mitten im Wohnzimmer stand, als wir den wunderschönen, sonnigen Herbst verpassten, als wir erst fertig waren im Keller, als es draußen schon stockfinster war. In dieser energieraubenden Zeit tröstete uns der Mann mit seinem Leitspruch: „Alles geht vorbei!“ Wir klatschten uns gegenseitig ab, mit jedem erledigten Job! Nun ist das aber auch schon wieder Schnee von gestern. Es ist vorbei. Es wird ruhig. Es wird still....

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Viele Kirtage …

3.Sep.2017 von

Ja natürlich, war er sehr schön, der heiße Sommer. Gar keine Frage. Jede Mahlzeit im Garten einnehmen zu können. Zehnmal am Tag alle Terrassenpflanzen gießen, sooft, wie möglich Autofahren um ein wenig Kühle zu erhaschen, oder im angenehm kühlen Ambiente des Kellers verweilen, zweimal täglich schwimmen gehen im Teich, herumhängen im Liegestuhl und mit müden Lidern die herumhängenden Katzen beobachten. Herrlich alles im Zeitlupentempo zu verrichten und für alles eine Ausrede parat zu haben: VIEL ZU HEISS! Frage: „Kommst in die Stadt?“ Antwort: „VIEL ZU HEISS!“, Frage: „Gehen wir essen?“ Antwort: „VIEL ZU HEISS!“ Frage: „Sport?“ Antwort: „VIEL ZU HEISS!“ Gestern dann ein kleiner Vorgeschmack, wie es nun weitergeht: Rascher, schneller, effektiver, fröhlicher, fitter …. wie gesagt, nix gegen den herrlichen Sommer, aber meine Aktivitätsbilanz in den letzten Wochen hat einen dramatischen Absturz erlebt....

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Neulich am Berg

31.Jul.2017 von

Die liebe Freundin, die stets an alle und alles denkt, fasst den Plan, den drei „Leih-Enkelkindern“ eine Seilbahnfahrt zu ermöglichen. „Kommst mit auf die Rax? Die Kinder kennen ja noch keine Seilbahn und einen so hohen Berg haben sie wohl auch noch nie bestiegen?“ fragt sie mich und schon husch ich in den Keller, um einen Mittwochs-Urlaubstag zu beantragen. Der Mann gibt mir selbstverständlich die Urlaubserlaubnis, jedoch nicht, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu bemerken: „Die Rax ist ein äußerst gefährlicher Berg! Da dürfts euch nicht spielen! Wenn da ein Gewitter kommt, na serwas! Habt ihr eh alle gute Schuhe und vernünftige Ausrüstung mit?“ Mit innerlich verdrehten Augen, lächle ich ihn äußerlich an, antworte: „Jaja, sicher. Hab alles im Griff! Laufschuhe werden ja wohl reichen … Regenjacke find ich grad keine, aber es ist ur...

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Tun-Leiden-Lernen … meinte auch schon Aischylos...

23.Jul.2017 von

TUN: Bis zum heutigen Tag hallen die Worte und Sätze nach, von Aischylos und unserem Burgtheater Stück. Die Aufregung war enorm, so wie die Temperaturen am Tag der Premiere. Alles ist gut gegangen. Viermal gekämpft, viermal gestorben, viermal wieder auferstanden im zweiten Pausenraum, im Juchee der Burg, ganz oben wo sich die Gemälde von Peyman und Co Gute Nacht sagen. Dort oben, wo selbst die Burgtheater Mitarbeiter niemanden mehr vermuteten und daher etliche Interessierte wegschickten mit den Worten: „Durt obn is nix mehr!“ Enttäuschend. Vielleicht wär ja ein Intendant dabei gewesen, der uns vom Fleck weg engagiert hätte zu einer Welttournee. Das Ensemble ist zusammengewachsen. Liebe, neue Freundschaften sind entstanden, der Vorsatz weiterzumachen war da nur eine logische Schlussfolgerung. Zuerst aber mal Sommerpause, wie alle Theater es machen. LEIDEN: Der Sommer gestaltet sich eher...

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Alles neu!

11.Jun.2017 von

Ständig fragt facebook, wo ich bin, was ich mache, warum ich nicht meine Millionen Leser darüber informiere, was in meinem Leben abgeht. Tja, es ist eben grad so viel, dass ich keine Zeit und Ruhe zum Schreiben finde. Thema Arbeit: Ausreichend. Genug. Immer was zu tun. Immer irgendwie was machen müssen. Dennoch wunderbar, dass es viel Arbeit gibt und NEU: eine wunderbare Mitarbeiterin, die so perfekt in unser Leben passt und uns immer wieder in Erstaunen versetzt, wieviel man an einem Tag naschen kann, ohne dick davon zu werden! Thema Haus und Garten: Es wird und wurde so viel erneuert, verbessert, renoviert. Die ur alte, knarrende Tür wurde ersetzt durch eine hippe, neue, flotte. Hab das traurige Foto der alten, zerschlissenen Holztür den Kindern geschickt: „Verabschiedet euch“ Einer meinte: „die Zeit der endenden Ären“...

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„Ungebeten, unbelohnt, singt ein Lied mir die Zukunft zu!“...

17.Apr.2017 von

Die Zeit rennt einfach viel zu schnell. Gestern wieder ein neuer Geburtstag, der heut schon wieder alt ist. Gestern auch 10jähriges Sterbedatum vom genialsten Familienoberhaupt Heri. Seit 10 Jahren auch keine neue Georg Danzer Nummer. Seit zwei Monaten kein Blogeintrag. Facebook fragt ständig: warum schreibst du nix? Ja, weil halt nichts außergewöhnliches passiert ist. Oder vielleicht doch? Mal überlegen, was das Jahr so alles gebracht hat bisher. Als große Überschrift würd ich sagen: sehr zufriedener Lebensabschnitt. Ich bin gesund, es gibt genügend Arbeit, meiner Familie, meinen Freunden gehts wunderbar, der Garten erwacht, in meinem Kopf entstehen schon viele neue Kunstprojekte, nur die Katzen machen bisschen Sorgen. Die alte Lola Dame hört schon lange nichts mehr, aber leider sieht sie im Moment auch nicht. Sie tastet sich ganz vorsichtig durchs Haus, stösst an jede Mauer,...

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Von dem her … ?

19.Feb.2017 von

Eine Redewendung, die seit neuestem Einzug hält in jedes Interview, in jedes Wohnzimmer, in jede Diskussion ist der Satz: „Von dem her!“ Wobei, es handelt sich ja nicht wirklich um einen Satz, sondern um einen Lückenfüller zwischen zwei Sätzen, meistens sogar mit einem tiefen Seufzer des Skirennläufers am Ende eines Interviews. Aber bitte: Was bedeuten diese seltsam zusammengewürfelten, drei Wörter? Ich komm einfach nicht dahinter, was man damit sagen, oder ausdrücken will? Ich fühl mich nur unendlich genervt davon und kann es nicht mehr hören! Germanistikstudenten bitte vortreten: ich möchte eine Seminararbeit zum  Thema „Sonderbare Redewendungen, ohne Sinn“ anregen!? 🙂 Apropos Kommunikation … auch in unserem Haushalt hat sich eine neue Form der Kommunikation entwickelt, seit wir mit drei Katzen zusammenleben. Specki und Chili gedeihen prächtig, sind schon richtige Teenager, ziehen immer weitere Kreise...

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Mit viel Schwein in´s neue Jahr …...

15.Jan.2017 von

Da besassen wir nun also ein 6kg schweres Serranoschinkenbein, samt Schneidevorrichtung und Messer!? Immer schon wollte der Mann so ein archaisches Trumm Fleisch kaufen … über die Feiertage wird das schon gegessen werden …. dachte man! Schon als wir das Ding auspackten waren Specki und Chili zur Stelle um es freudig in Empfang zu nehmen. Wir mussten die Tiere also gleich mal wegsperren, um zu testen, wie das Schweinebein behandelt werden soll. Das Schneiden solch eines Schinkens ist eine eigene Wissenschaft, die ich mir aber einen Tag vor Heilig Abend ungern aneignen möchte, weil … noch ur viel zu tun, keine Nerven, keine Geduld! Zum Glück kommt der Sohn mit Freundin zu Besuch und stellt sich außerordentlich geschickt an, im Umgang mit dem Messer und dem Schwein. Hauchdünne Stücke säbelt er fachmännisch herunter und...

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